Karriere in der Altenpflege? Er macht’s vor
Vom Gastro-Job zur verantwortungsvollen Leitungsposition: Pflegefachkraft Dennis Kampe spricht über seinen Weg vom Auszubildenden bis zum Wohnbereichsleiter im DSK Seniorenzentrum Eisenberg.

Du bist Pflegefachkraft und Wohnbereichsleiter – mit Mitte 20. Was hat Dich motiviert, Deine Karriere in der Altenpflege zu beginnen?
Ursprünglich komme ich ja aus der Gastronomie und arbeitete in einer Kurklinik. Dort hatte ich schon mit älteren Menschen zu tun. Die Arbeit mit ihnen empfand ich als erfüllend und sinnvoll. Da merkte ich: Das möchte ich machen. Also habe ich beim DSK eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer gemacht und in diesem Job auch gearbeitet. Meine Kolleginnen und Kollegen, unsere Einrichtungsleiterin Dorota Sadurski und unsere Pflegedienstleiterin Veronica Kulcsar haben mir immer wieder aufgezeigt, dass ich noch mehr kann. Das motivierte mich, die Ausbildung zur Pflegefachkraft draufzulegen, die ich dann 2024 abgeschlossen habe.
Die Pflegeausbildung gilt als sehr anspruchsvoll. Wie waren die drei Jahre für Dich?
Auf jeden Fall herausfordernd und anstrengend. Aber mit Ehrgeiz und Motivation schafft man das.
Die Außeneinsätze fand ich am anstrengendsten. Ich war ja während der Ausbildung nicht nur hier in der Einrichtung, sondern auch im Krankenhaus, in der Psychiatrie und im Hospiz. Ständig in neuen Teams zu arbeiten, ist schon eine Umstellung. Aber es bringt auch viel, weil man verschiedene Bereiche der Pflege kennenlernt.
Wie bist Du bei den theoretischen Teilen vorgegangen? Welche Lerntipps hast Du?
Da muss jeder seinen eigenen Weg finden. Ich selbst lerne durch Mitschreiben und Wiederholen. Die Ausbildung ist sehr darauf ausgelegt, dass man selbstständig denkt und sich Inhalte eigenständig erarbeitet. Das finde ich gut, denn das fördert selbstständiges Arbeiten.
Ich kann nur empfehlen: Bleibt dran, haltet durch. Es wird Momente geben, die richtig fordern, aber das Durchhalten lohnt sich.
„Besonders sind die Momente, wenn einem die Bewohnerinnen und Bewohner trotz schwerer Krankheit oder Trauer zum Lächeln bringen kann.“
Dennis Kampe
Nach der Ausbildung kommt der Sprung ins Berufsleben. Wie war das für Dich?
Das Team in der Einrichtung in Eisenberg hat den Übergang für mich wirklich angenehm gemacht. Schon während der Ausbildung durften wir viel selbstständig umsetzen – natürlich stets begleitet durch unsere Mentoren und Praxisanleiter. So war der Schritt vom Auszubildenden zur Fachkraft relativ leicht.
Du bist in Deiner Karriere in der Altenpflege noch einen Schritt weitergegangen – hin zur Wohnbereichsleitung.
Ich merkte bereits während der Ausbildung, dass mir Organisation und Verantwortung liegen. Zudem wurde ich stark gefördert und ermutigt. Das hat mir gezeigt, dass ich das kann und auch möchte. Also habe ich es gemacht.

Start ins Berufsleben: Zusammen mit Altenpflegehelferin Milena und Pflegefachkraft Rebecca schloss Dennis seine Ausbildung zur Pflegefachkraft im Jahr 2024 ab. Alle drei haben sich nach ihrer Pflegeausbildung für den Karriereeinstieg beim DSK entschieden.
Wie würdest du die Arbeit im DSK Seniorenzentrum Eisenberg beschreiben?
Perfekt ist natürlich nichts, aber es ist wirklich gut. Es herrscht ein sehr familiäres Miteinander, was den Arbeitsalltag echt angenehm macht. Ein großer Vorteil ist auch die Unterstützung durch den DSK – etwa durch Weiterbildungen oder die Möglichkeit, flexibel und eigenständig zu arbeiten. Jeder kann Abläufe gestalten und seine Ideen einbringen.
Was war bisher deine schönste Erinnerung?
Da gibt es viele! Besonders sind die Momente, wenn einem die Bewohnerinnen und Bewohner ihr Vertrauen schenken oder wenn man sie trotz schwerer Krankheit oder Trauer zum Lächeln bringen kann.
Als Wohnbereichsleitung war für mich natürlich auch die Aufnahme in mein Team ein schöner Moment. Das hat es mir sehr leicht gemacht, mich in der Leitungsrolle zu etablieren.
Dreamteam: In unserer kleinen Serie „Was macht eine Pflegefachkraft?“ sprechen unsere drei Kolleginnen und Kollegen Stella Claus, Sandra Leßmeister-Barth und Dennis Kampe über die Herausforderungen des Alltags, ihren Werdegang nach der Pflegeausbildung und ihre schönsten Momente mit den Bewohnerinnen und Bewohnern im DSK Seniorenzentrum Eisenberg.
Hier geht’s zum Video auf YouTube.
Hier geht’s zum Interview mit Stella.

Was sind die größten Herausforderungen in deinem Beruf?
Der Umgang mit Menschen ist das Schönste, aber auch das Schwierigste. Es kommt vor, dass Bewohner ein herausforderndes Verhalten zeigen oder sich nicht versorgen lassen möchten. Das kann den Tagesplan ziemlich durcheinanderbringen. Also heißt es, flexibel bleiben und sich gut organisieren. Das ist anspruchsvoll, aber auch schön, weil man daran wächst.
Mit welchem Klischee würdest Du gerne aufräumen?
Dass Altenpfleger den ganzen Tag nur Senioren waschen ist einfach komplett falsch. Zugegeben: Ich selbst hatte dieses Bild anfangs auch im Kopf und konnte mir nicht vorstellen, was noch alles zu diesem Beruf gehört. Das hat sich aber zum Glück schnell geändert. Denn unsere Arbeit ist viel umfangreicher, vielseitiger und interessanter, als man denkt. Kein Tag ist wie der andere.